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Pro Gluehbirnen Petition
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Quellenhinweise

1 Elektrosmog und Hormonstörungen

Originalfußnoten

28 Becker, Robert O.: „Cross Currents: The Promise of Electromedicine, the Perils of Electropollution“, op.cit., S.208

29 „Serotonin, Suicidal Behaviour and Impulsivity“ in The Lancet, 24.10.1987, S.949-50

30 Becker, Robert O.: „Cross Currents …“, op.cit.

31 Perry, F.S. et al.: „Environmental Power Frequency Magnetic Fields and Suicide“ in Health Physics, 1981, 41: S.267-77; Perry, F.S. und Pearl, L.: „Health effects of ELF fields and illness in multi-storey blocks“ in Public Health, Januar 1988, 102(1): S.11-8

32 „Serotonin …“ in The Lancet, op.cit.

33 Blake Levitt, B.: Electromagnetic Fields: A Consumer’s Guide to the Issues and How to Protect Ourselves. Harcourt Brace & Company, Orlando, Florida, 1995, S.133

 

2 Zwielicht - die Ökologie der künstlichen Helligkeit - S.62f
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 Hormonstörungen 1

Zirbeldrüse

In unserem Gehirn befindet sich die lichtempfindliche Zirbeldrüse (Epiphyse), die während der Nacht durch verstärkte Lichteinwirkung durch künstliches Licht - vor allem dem blauen Licht der Kompaktleuchtstofflampen- in ihrer Melatoninproduktion gehemmt wird.

 

Auswirkungen:

 

Serotonin und Dopamin

Für unser Gefühlsleben spielen die Neurotransmitter Serotonin und Dopamin, eine wichtige Rolle. Veränderungen des Serotoninhaushalts werden mit Depressionen in Verbindung gebracht. So wurde beispielsweise ein Zusammenhang zwischen verringerten Mengen dieses Stoffs im Gehirn und einem Ansteigen der Selbstmordrate festgestellt. 28

Eine Studie entdeckte, daß bei Affen, die 60 Hz starken Magnetfeldern ausgesetzt wurden, die Serotonin- und Dopaminmengen sofort sanken, und dass nur das Dopamin (das verantwortlich für die Fähigkeit Gefühle, Freude und Schmerz zu empfinden) einige Monate später wieder den ursprünglichen Stand erreicht hatte. 29

Dr. Becker bemerkt dazu:

Möglicherweise gibt es zwei Typen von Depressionen:
Der eine Typus wird von psychosozialen Faktoren ausgelöst und der andere von externen Faktoren, die die Produktion der psychoaktiven Stoffe in der Epiphyse beeinträchtigen. In Anbetracht des bekannten Zusammenhangs zwischen der Epiphyse und magnetischen Feldern sollte die Suche nach der Ursache einer Depression eine mögliche Beeinträchtigung durch starke elektromagnetische Felder einbeziehen. 30

Andere Forscher schließen sich seiner Ansicht an. 31 32

 

Adrenalin

Bei Elektrosmog werden die beiden Stresshormone Adrenalin und Cortisolin vermehrt in der Nebennierenrinde gebildet.

"Andauernder, chronischer Stress schadet jeder Körperfunktion einschließlich des Reproduktionssystems. Unterschwelliger Stress kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und den Blutdruck erhöhen, was wiederum zu Herzerkrankungen und Schlaganfällen führen kann und das Immunsystem schwächt […] Selbst kurze Phasen, in denen man EMR ausgesetzt ist, wie etwa der regelmäßige Gebrauch eines drahtlosen Telefons im Laufe eines Tages können Spitzenwerte bei der Hormonproduktion auslösen." 33

B. Blake Levitt, Autor von "Electrical Fields"

 

ACTH und Cortisol 2

Der Augenarzt und Internist Dr. Fritz Hollwich, Professor für Augenheilkunde und bis 1977 Direktor an der Universitätsklinik in Münster hat, um herauszufinden, ob Kunstlicht andere physiologische Prozeße im Organismus als Tageslicht auslösen könne, folgendes Experiment durchgeführt.

Versuch:

Die Versuchspersonen hielten sich mehrere Wochen lang regelmässig in einem Laborraum auf, der je nach Versuchsbedingung mit Tages- oder Kunstlicht beleuchtet wurde.

Es zeigte sich, daß unter Kunstlicht der Gehalt des Hormons ACTH, ein zentrales Steuerungshormons des Hypophyse, und der Gehalt des von ACTH gesteuerten Streßhormon Coritisol signifikant angestiegen waren.

Bei Tageslicht normalisierten sich die Werte wieder.

Die Hormonveränderungen verursachen ihrerseits weitere Stoffwechselstörungen: Senkung des Blutdrucks, Verminderung der Zahl bestimmter Blutkörperchen bis hin zur Verringerung der Immunabwehr-Erscheinungen, die als Streßreaktion bekannt sind.

Hollwich nannte diesen Effekt "Licht-Streß-Syndrom".

 

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