Filmtip:
Die Wegwerfer
Die Weg­werfer

Kaufen für die Müllhalde (Arte)

 

Info & Docs:

Energiesparlampen
Dämpfe, Quecksilber und Lichtqualität
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LEDs
Blaulicht, Blendung & Lichtflimmern
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Lampenvergleich
Glüh, Halogen, Spar & LED im Vergleich
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»Die Sparsamkeit der Glühbirne liegt in der Zeit, in der sie nicht brennt.«
Ulf Erdmann Ziegler

Effizienz, Effektivität und Suffizienz

Energieeffizienz ist nicht effektiv

 

»Effizienz ist die Erhöhung eines Parameters
zu Lasten aller anderen Parameter«

Joseph Weizenbaum, Informatiker & Gesellschaftskritiker7

 

Glühbirnen und Halogenlampen

Glühbirnen und Halogenlampen sind ineffizient (unwirtschaftlich), denn sie erzeugen nur 14 bzw. 19 - 34 Lumen pro Watt.

Dafür sind sie effektiv, denn sie liefern angenehmes, flimmerfreies Licht mit der besten Farbwiedergabe (Ra 100).

 

Kompaktleuchtstofflampen und LEDs

Kompaktleuchtstofflampen und LEDs sind effizienter als Glühbirnen, denn sie erzeugen 55 Lumen pro Watt.

Dafür liefern die meisten im Handel erhältlichen Kompaktleuchtstofflampen und LEDs ein Licht dessen Farbwiedergabe durchschnittlich zwischen Ra 60-80 liegt; das ist nicht effektiv.

Um eine bessere Lichtqualität von LEDs und KLL zu erreichen, ist der Energieaufwand bei der Produktion von LEDs und KLL größer, der Preis teurer und der Stromverbrauch höher, somit die Energieeffizienz geringer.

 

Fazit: Je besser die Energieeffizienz (Lichtausbeute pro Watt) desto geringer die Effektivität (Farbwiedergabe).

 

effizient/
effektiv*

Lichtausbeute
Lumen/Watt 1

Lichtqualität 4
Farbwiedergabe Ra

Glühbirnen

14

100

Halogen

19-35

100

ESL

55

80-85

LED

55

60-80

Leuchtstoff

79

80 - 90

* durchschnittliche Werte handelsüblicher Leuchtmittel
Mehr Informationen zu Farbspektren und Farbwiedergabeindex
auf der Seite Lichtqualität

 

Leuchtstoffröhren

Normale Leuchtstoffröhren sind vom Wirkungsgrad sogar effektiver als Energiesparlampen. Sie erzeugen 79 Lumen pro Watt.

 

Vollspektrumlicht

Im Leuchtstoffröhrenlicht sind nicht alle Wellenlängen enthalten oder nur in sehr geringem Maße vorhanden. Aus diesem Grund entwickelte die NASA bereits in den 60er Jahren im Auftrag des US-Militärs das erste so genannte Vollspektrumlicht,das sind Leuchtstoffröhren, deren Spektrum zu rund 95 Prozent mit dem natürlichen Sonnenlicht übereinstimmt. Durch dieses Licht verbesserte sich beispielsweise der Gesundheitszustand von Soldaten auf U-Booten beträchtlich.2

Die Qualität einer Leuchtstofflampe (Kompakt oder Röhre) hängt von der Wahl der Leuchtstoffe ab. Je aufwändiger die Mischung, desto reichhaltiger das Licht. Doch selbst die raffinierteste und teuerste Leuchtstoffmixtur bringt kein vollständiges Farbspektrum zustande, wie wir es vom Tageslicht oder der Glühbirne kennen.3

Vollspektrumlampen verbrauchen übrigens 60% mehr Energie als vergleichbare Lampen mit schlechterem Spektrum.3

 

Suffizienz5

Weniger ist mehr

Der Energieaufwand bei der Produktion von Sparlampen ist wesentlich höher als der bei Glühbirnen, die Produktion von LEDs erhöht den Ressourcenverbrauch von Seltenen Erden. Die Verwendung "energieeffizienter" Leuchten führt oft zu einem Mehrverbrauch von Energie, zum sogenannten Rebound-Effekt. Der europaweite Austausch der Straßenbeleuchtung6 führt zu großen Kosten, die sich erst amortisieren müssen. Um wirklich zu sparen, würde es genügen die Festbeleuchtung von in der Nacht beleuchteten Gebäuden und Schaufenstern zu minimieren. Die Straßenbeleuchtung könnte auf die Hälfte verringert werden, sehen würden wir immer noch genug. Nur die Leuchtmittelhersteller würden weniger Geschäft machen. Um dieses anzukurbeln verwenden sie seit Jahrzenten den Wahlspruch "Licht ist Sicherheit."

 

Ganzheitliche Betrachtung

»Betrachtet man die Energiesparlampe unter diesem Blickwinkel (Anm.: positiver Gesamteffekt), so gab es zwar einen positiven monetären Anreiz, jedoch erfuhren die Bedürfnisse Gesundheit/Sicherheit sowie Müßiggang/Bequemlichkeit durch Aspekte wie Quecksilbergehalt und schlechte Lichtqualität negativen Einfluss. Unter dem Strich entstand für viele Verbraucher eine negative Beeinflussung ihrer Bedürfnisse und sie lehnten das Produkt ab.«8