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Lügendes Licht: Die dunklen Seiten der Energiesparlampe
Lügendes Licht

Die dunklen Seiten der Energie­spar­lampe

 

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Energiesparlampen
Dämpfe, Quecksilber und Lichtqualität
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LEDs
Blaulicht, Blendung & Lichtflimmern
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Lampenvergleich
Glüh, Halogen, Spar & LED im Vergleich
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»Die Sparsamkeit der Glühbirne liegt in der Zeit, in der sie nicht brennt.«
Ulf Erdmann Ziegler

Rebound-Effekt

 

"Mit Rebound1 (Englisch für Abprall) wird in der Energieökonomie der Umstand bezeichnet, dass das Einsparpotenzial von Effizienzsteigerungen nicht oder nur teilweise verwirklicht wird.   Führt die Effizienzsteigerung gar zu erhöhtem Verbrauch (das heißt zu einem Reboundeffekt von über 100 Prozent), spricht man von Backfire.1"

 

"Der Effekt von Energiesparlampen hat schon bei der Einführung der Glühbirne nicht geklappt. Vor rund hundert Jahren wurde die Glühbirne mit Wolframfäden als Wunder der Effizienz gefeiert. Die neuen Glühbirnen verbrauchten nur ein Viertel so viel Strom für dieselbe Leuchtkraft wie die alten Birnen mit Kohlenstoff-Fäden. Zwischen 1920 und 2000 stieg die Effizienz der Straßenlaternen um das Zwanzigfache – von 10 auf 200 Lumen pro Watt. Die Beleuchtungsdichte (Lumen pro Straßenkilometer) nahm aber um mehr als das Vierhundertfache zu. Pro Kilometer Straße wird heute zwanzigmal mehr Strom verbraucht." 2

 

Uniquatower Uniqatower lichtverschmutzung lichtverschmutzung

"Forscher der Sandia National Laboratories bezweifeln in einem Artikel im Journal of Physics, dass es überhaupt Energie-einspareffekte durch Energiesparlampen geben wird [...]

Für den kommenden Wechsel zur LED-Lampe prognostizieren die Forscher deshalb innerhalb von 20 Jahren ein Ansteigen des Lichtverbrauchs um das Zehnfache und damit eine Verdoppelung des Energieverbrauchs." 3

 

Energieeffizienz mit Haken4

Das staatliche britische Energieforschungszentrum geht in einer Studie von 2007 davon aus, dass der Gesamtrebound in vielen Fällen höher als fünfzig Prozent sei.

Marcel Hänggi, Historiker, Wissenschafts- und Umweltjournalist meint es sei falsch anzunehmen, Rebound-Effekte seien so gering, dass man sie vernachlässigen könnte.

 

Das Jevons-Paradox

Die Welt stellt in ihrem lesenswerten Artikel »Der geplatzte Traum vom Energiesparen«5 die üblichen Maßnahmen zum Energiesparen wie Glühbirnenverbot und Hausdämmung überhaupt in Frage. Sie bezieht sich in ihrer Argumentation auf den britischen Ökonomen und Philosphen William Stanley Jevons, der 1865 zeigte, daß Effizienzsteigerungen verbrauchsfördernd wirken können.

» Inspiriert wurde Jevons unter anderem vom Erfinder der modernen Dampfmaschine, James Watt. Der schottische Techniker hatte 1764 den Auftrag bekommen, eine schlecht funktionierende Dampfmaschine an der Universität von Glasgow zu verbessern. Das gelang ihm so gut, dass seine Maschine bei gleicher Leistung 60 Prozent weniger Kohle benötigte als das Vorgängermodell.

Dennoch führte die gewaltige Effizienzerhöhung nicht zu geringerem Kohleverbrauch: Watts Dampfmaschine gehörte vielmehr zu den Auslösern der industriellen Revolution, die den Kohleverbrauch der Menschheit ins Unermessliche steigerte und bis heute für ein Gutteil der globalen Umweltprobleme verantwortlich ist. Watts Effizienz-Erfindung hatte ein "Backfire" ungeahnten Ausmaßes zur Folge

welt.de5