Tests
Energiesparlampen im Test - Licht aus
Ökotest ist in seinem im April 2008 begonnenen Dauertest zu bemerkenswerten Ergebnissen gekommen.
"Die Swiss Lights Classic 68 verbraucht sogar mehr Strom als die Glühbirne und kostet auch in der Summe deutlich mehr, als wenn der Verbraucher Glühbirnen eingesetzt hätte."
"Zwei Lampen fielen im Labor mehr als die anderen durch einen unangenehmen Geruch beim Brennen auf. Wir ließen sie deshalb auf flüchtige organische Verbindungen überprüfen. Im Fall der Ikea-Lampe wurde Phenol nachgewiesen, das langsam ausgast, bei der Osram-Energiesparlampe ist offensichtlich eine Glykolverbindung für den säuerlich stechenden Geruch verantwortlich."
"[...]verbraucht die Herstellung und Entsorgung einer Energiesparlampe viermal so viel Energie wie die einer Glühbirne, deutlich mehr Wasser und Schwermetalle, und es entstehen viel mehr Abfall sowie CO2- und andere Emissionen. Auf die Lebensdauer- und die Helligkeitsangaben der Hersteller bezogen errechnete die EU, dass der Gesamtenergieverbrauch einer Glühbirne viermal so hoch sei wie der einer Energiesparlampe. Tatsächlich muss nach unserem ÖKO-TEST aber davon ausgegangen werden, dass die tatsächliche Energiebilanz der Sparlampen schlechter ist."
"Wenn wir nun die Quecksilberemission mit unseren Testergebnissen ermitteln, dann gibt zumindest ein Drittel der Energiesparlampen im Test deutlich mehr Quecksilber in die Umwelt ab als die Glühbirne."
Ergebnisse der Messungen an 14 Sparlampen 2
Peter Schlegel hat im Auftrag von K-Tipp im September 2007 14 Sparlampen einem ausführlichem Test unterzogen. Ich habe das Ergebnis in einer Tabelle zusammengefasst.
Messung des elektrischen und magnetischen Wechselfeldes von 14 Sparlampen, September 2007
| Elektrisches Wechselfeld gemessen mit TCO-Sonde | Magnet-isches Wechsel- feld 2... 400 kHz [nT] | Vertikaler Abstand [cm] für Einhaltung des Grenz-wertes von 1 V/m bei 2 ... 400 kHz |
Leistung in Watt [W] |
Betriebs- frequenz [kHz]> |
„Schärfe“ der 100 Hz Pulsung (Differenz min/max) [dB] |
||
| 5 Hz ... 2 kHz [V/m] | 2 ... 400 kHz [V/m] | ||||||
| Grenzwert gemäß TCO '03 | 10 | 1 | 25 | ||||
| verschiedene Energiesparlampen | 40 - 63 |
7 - 40 |
3 - 79 |
74 - 148 |
7 - 15 |
28 - 52 |
2 - 58 |
| Glühlampe 60 Watt | 21 |
0 |
0 |
0 |
60 |
- |
- |
Erläuterungen:
Für die Messung der elektromagnetischen Felder hat Peter Schlegel die strengen TCO-Richtwerte, die für Bildschirmarbeitsplätze gelten, herangezogen. Alle anderen Standards (ICNIRP; SUVA; NISV; EN50366) haben viel zu hohe Grenzwerte.´
Besonders für die Beurteilung von Sparlampen sind die TCO-Richtwerte
gut geeignet, da die Betriebsfrequenz der Sparlampen-Vorschaltgeräte
gerade in dem von der TCO-Norm erfassten
Bereich von 2...400 kHz liegt.
Im BAG/BFE-Merkblatt „Elektromagnetische Felder von Energiesparlampen" wurde erklärt, daß das elektrische Feld der Sparlampen bei der Betriebsfrequenz von 30 ... 60 kHz durchwegs „deutlich unterhalb der TCO-Empfehlung“ liege. Das ist falsch, denn die Messungen wurden nicht mit einer TCO-Tellersonde, sondern mit einer Stabantenne gemacht.
"Die Messwerte fielen um etwa den Faktor 100 (!) geringer aus als diejenigen, die mit der TCO-Tellersonde korrekterweise erhalten werden."
(Die dem BAG/BFE-Merkblatt zugrundeliegende Messkampagne wurde von Philips und Osram unterstützt.)
Ein Vergleich aller bisher durchgeführten Energiesparlampentests 3
in Bezug auf das dominierende Elektrosmogproblem, verursacht
von den elektronischen Vorschaltgeräten im Lampensockel.
'Öko-Test' (2008): 16 Lampen 7-12 V/m
Energiesparlampen
- Keine Leuchten
Bundesumweltminister Sigmar Gabriels Wahlkampf (2009):
3 Lampen 15-18 V/m
Im
Test - Gabriels Lampe
Schweizer Konsumentenmagazin 'K-Tipp' (2007): 14 Lampen
7-40 V/m
Sparlampen
strahlen stark
Verbrauchermagazin 'Guter Rat' (2009): 12 Lampen 16-41
V/m
Strahlende
Zwischenbilanz
Bundesamt für Strahlenschutz BfS (2008): 37 Lampen
4,8-59 V/m
Informationen
zu elektromagnetischen Emissionen von Kompaktleuchtstofflampen
Stiftung Warentest 'Test' (2006 und 2008): 55 Lampen 7-67
V/m
Schweizerische Bundesämter für Gesundheit und Energie
(2004): 11 Lampen < 1 V/m
Geringe elektromagnetische Strahlung von Energiesparlampen
"Obwohl der 'Öko-Test' vergleichsweise niedrigere Feldstärken ermittelte und Stiftung Warentest die höchsten, wurde er oft kritisiert und Stiftung Warentest durchweg gelobt. Warum? 'Öko-Test' hat den Elektrosmog nicht nur gemessen sondern auch bewertet, Stiftung Warentest hat zwar gemessen, aber die Ergebnisse nicht bewertet.
Die Schweizer Bundesämter BAG und BFG fanden an allen 11 Lampen fast gar nichts, kein Wunder, haben sie doch mit nicht TCO-konformen Stabantennen falsch gemessen " (siehe oben) 3
Das Magazin Konsument 02/10 kommt zum Schluß, daß zwar LED-Lampen langlebiger als Energiesparlampen sind, aber noch keine vollwertige Alternative darstellen, denn LEDs sind derzeit noch zu teuer, ihre Helligkeit lässt sehr zu wünschen übrig. So braucht man als Ersatz für eine klassische 60-Watt-Birne 3 bis 10 LED-Lampen – zum Preis von je 20 bis 40 Euro.
Energiesparende LED-Lampen - Sie holen auf 4
Zitate aus dem Test von Stiftung Warentest 13.11.2009
Zu teuer
"Eine Lampe kostet zwischen 8,99 Euro und 85 Euro. "
dunkel
"... einige der geprüften LED-Lampen statt der angekündigten „High power“ eher ein müdes Schimmern zeigen. Ihre Helligkeit war im Test geringer als die einer 25-Watt-Glühbirne."
Probleme mit der Lebensdauer
Im Test fielen zwei Lampen eines Herstellers schon nach weniger als 1 000 Stunden aus.
