Tests
Stiftung Warentest 4/2010: Energiesparlampen: Kein Lichtblick 0
Am 09.04.2010 überprüfte Stiftung Warentest Energiesparlampen. Nur drei davon erhielten die Note "gut", zwei Drittel sind nur „ausreichend“ und sechs sogar „mangelhaft“.
Kritisiert wurden zu kurze Lebensdauer, große Unterschiede bei Schaltfestigkeit und falsche Farben und Geruchsbelästigung bei manchen Lampen.
"Sobald eine Lampe im Test nur noch 80 Prozent ihrer Anfangshelligkeit aufwies, galt ihre Nutzlebensdauer als beendet. Bei fast jeder zweiten geprüften Lampe war das schon nach weniger als 3 000 Stunden der Fall. Manche kamen nicht einmal auf 1 000 Stunden. Das entspricht der Lebensdauer herkömmlicher Glühbirnen. Ein Großteil der Lampen fiel überdies bereits nach weniger als 6 000 Brennstunden ganz aus. Das ist weit entfernt von den deklarierten Angaben auf der Verpackung. Da versprechen die Hersteller oft 10 000 Stunden und mehr."
Die BAG/BFE - Studie 3/2010 1
Nieder- und mittelfrequente magnetische und elektrische Felder erzeugen im menschlichen Körper Ströme, die ab einem gewissen Wert akute Muskel- und Nervenstimulationen hervorrufen.
Die IT'IS Foundation hat im Auftrag des BAG
eine Methode entwickelt um den Stromfluß im Körper
unter der Einwirkung einer Energiesparlampe zu simulieren.
In einem mit Flüssigkeit gefüllten Phantom wird der Strom, der
durch das elektrische Feld der Energiesparlampe evoziert wird, gemessen.
Die Flüssigkeit im Phantom hat eine ähnliche elektrische
Leitfähigkeit wie das menschliche Gehirn.
In einem unrealistischen Abstand von 2 cm wurde eine durchschnittliche Stromdichte von ca 15 mA/m2 gemessen. Die "offiziellen" ICRNP Grenzwerte wurden dabei nicht überschritten.
Dies Grenzwerte werden von von vielen Kritikern als zu hoch angesetzt kritisiert.
© bag.admin.ch
Die Grafik zeigt, daß der Strom über die Füße abfließt.
Da die Knöchel auf diesem Weg die engste Stelle
darstellen,
tritt in der Achillessehne die grösste Stromdichte
auf.
Bei den Glühbirnen, LED-Lampen und Leuchtstoffröhren mit konventionellem Vorschaltgerät waren die Stromdichten so klein, dass sie unterhalb der Auflösung des Messgerätes lagen.
Ökotest: Energiesparlampen im Test - Licht aus 2
Ökotest ist in seinem im April 2008 begonnenen Dauertest zu bemerkenswerten Ergebnissen gekommen.
"Die Swiss Lights Classic 68 verbraucht sogar mehr Strom als die Glühbirne und kostet auch in der Summe deutlich mehr, als wenn der Verbraucher Glühbirnen eingesetzt hätte."
"Zwei Lampen fielen im Labor mehr als die anderen durch einen unangenehmen Geruch beim Brennen auf. Wir ließen sie deshalb auf flüchtige organische Verbindungen überprüfen. Im Fall der Ikea-Lampe wurde Phenol nachgewiesen, das langsam ausgast, bei der Osram-Energiesparlampe ist offensichtlich eine Glykolverbindung für den säuerlich stechenden Geruch verantwortlich."
"[...]verbraucht die Herstellung und Entsorgung einer Energiesparlampe viermal so viel Energie wie die einer Glühbirne, deutlich mehr Wasser und Schwermetalle, und es entstehen viel mehr Abfall sowie CO2- und andere Emissionen. Auf die Lebensdauer- und die Helligkeitsangaben der Hersteller bezogen errechnete die EU, dass der Gesamtenergieverbrauch einer Glühbirne viermal so hoch sei wie der einer Energiesparlampe. Tatsächlich muss nach unserem ÖKO-TEST aber davon ausgegangen werden, dass die tatsächliche Energiebilanz der Sparlampen schlechter ist."
"Wenn wir nun die Quecksilberemission mit unseren Testergebnissen ermitteln, dann gibt zumindest ein Drittel der Energiesparlampen im Test deutlich mehr Quecksilber in die Umwelt ab als die Glühbirne."
Temperatur der Leuchtmittel und deren Helligkeit. 8
"Und die versprochene Lichtintensität erreichen die meisten Sparleuchten in der Praxis auch nicht (zweite Spalte), von wegen 11 Watt Sparlampe entsprechen 60 Watt Glühbirne. Swiss Lights - das mit über 10 Euro teuerste Sparlicht im Test - geizte mit Licht, sie schaffte nur 34 %, ein Drittel der avisierten Helligkeit. "
K-Tipp: Ergebnisse der Messungen an 14 Sparlampen 3
Peter Schlegel hat im Auftrag von K-Tipp im September 2007 14 Sparlampen einem ausführlichem Test unterzogen. Ich habe das Ergebnis in einer Tabelle zusammengefasst.
Messung des elektrischen und magnetischen Wechselfeldes von 14 Sparlampen, September 2007
| Elektrisches Wechselfeld gemessen mit TCO-Sonde | Magnet-isches Wechsel- feld 2... 400 kHz [nT] | Vertikaler Abstand [cm] für Einhaltung des Grenz-wertes von 1 V/m bei 2 ... 400 kHz |
Leistung in Watt [W] |
Betriebs- frequenz [kHz]> |
„Schärfe“ der 100 Hz Pulsung (Differenz min/max) [dB] |
||
| 5 Hz ... 2 kHz [V/m] | 2 ... 400 kHz [V/m] | ||||||
| Grenzwert gemäß TCO '03 | 10 | 1 | 25 | ||||
| verschiedene Energiesparlampen | 40 - 63 |
7 - 40 |
3 - 79 |
74 - 148 |
7 - 15 |
28 - 52 |
2 - 58 |
| Glühlampe 60 Watt | 21 |
0 |
0 |
0 |
60 |
- |
- |
Erläuterungen:
Für die Messung der elektromagnetischen Felder hat Peter Schlegel die strengen TCO-Richtwerte, die für Bildschirmarbeitsplätze gelten, herangezogen. Alle anderen Standards (ICNIRP; SUVA; NISV; EN50366) haben viel zu hohe Grenzwerte.´
Besonders für die Beurteilung von Sparlampen sind die TCO-Richtwerte
gut geeignet, da die Betriebsfrequenz der Sparlampen-Vorschaltgeräte
gerade in dem von der TCO-Norm erfassten
Bereich von 2...400 kHz liegt.
Im BAG/BFE-Merkblatt „Elektromagnetische Felder von Energiesparlampen" wurde erklärt, daß das elektrische Feld der Sparlampen bei der Betriebsfrequenz von 30 ... 60 kHz durchwegs „deutlich unterhalb der TCO-Empfehlung“ liege. Das ist falsch, denn die Messungen wurden nicht mit einer TCO-Tellersonde, sondern mit einer Stabantenne gemacht.
"Die Messwerte fielen um etwa den Faktor 100 (!) geringer aus als diejenigen, die mit der TCO-Tellersonde korrekterweise erhalten werden."
(Die dem BAG/BFE-Merkblatt zugrundeliegende Messkampagne wurde von Philips und Osram unterstützt.)
Mittlerweile gibt es eine neue Studie vom Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG), in dem sie empfehlen einen Sicherheitsabstand von 30 cm einzuhalten. (siehe oben)
Stiftung Warentest 1/2006 4
In einem Test der Stiftung Warentest (Magazin1/2006) 4 wurde die hochfrequente elektromagnetische Strahlung gängiger Kompaktleuchtstofflampen getestet. Das Ergebnis besagt: Alle untersuchten Lampen überschreiten im Abstand von 30cm den TCO-Grenzwert für PC-Monitore (10 Volt pro Meter in 30 cm Abstand),der in Ermangelung eines eigenen Grenzwertes für Lampen herangezogen wurde.
"Alle Energiesparlampen überschritten im Abstand von 0,3 Metern gemessen den TCO-Richtwert von 10 Volt pro Meter um das 2,5- bis 6,5-fache. Erst ab 1,5 Metern Abstand lagen alle Lampen unter diesem Wert. [...]"
Konsument 3/06
Öko-Test 3/2005
Der Baubiologe Wolfgang Maes fand 2005 bei Messungen (Öko-Test 3/2005) der elektrischen und magnetischen Feldstärke in 30cm Abstand zu Energiesparlampen noch bis zu 10- bis 20-fach höhere Werte, als laut TCO Norm für Bildschirme zugelassen sind. 5
Ein Gutachten 6, der Technischen Hochschule in Zürich, kam 2004 u.a zu folgendem Ergebnis,
"Bezüglich des niederfrequenten, elektrischen Feldes werden die ICNIRP-Grenzwerte mehr als 500fach unterschritten. Die TCO-Empfehlungen sind bei niederfrequenten elektrischen Feldern so streng (bei Bildschirmen sind die Felder gut abschirmbar), dass diese von vielen Geräten und Installationen im Alltag nicht eingehalten werden. Die Energiesparsparlampen sind im Vergleich dazu jedoch nicht auffällig."
Im Vergleich Elektrosmog 7 einem Dokument vom Baubiologen Maes werden die ICNIRP-Werte krtitisiert, da sie nur die thermischen Werte berücksichtigen und keinen Ernst zu nehmenden biologischen Schutz bieten.
Interessant an der Auflistung der unterschiedlichen Grenzwerte sind die parallel durch Versuche nachgewiesenen Schädigungen.
Weitere Berichte
BEOBACHTER 3/2004 „Lampen können Ihre Gesundheit gefährden."
SALDO 1/2005 „E-Smog: Beruhigen statt forschen." – Zwei Bundesämter behaupten, der Elektrosmog sei bei Energiesparlampen kein Problem. Die Hersteller zahlten an die Studie.
Ein Vergleich einiger bisher durchgeführten Energiesparlampentests 8
in Bezug auf das dominierende Elektrosmogproblem, verursacht
von den elektronischen Vorschaltgeräten im Lampensockel.
'Öko-Test' (2008): 16 Lampen 7-12 V/m
Energiesparlampen
- Keine Leuchten
Bundesumweltminister Sigmar Gabriels Wahlkampf (2009):
3 Lampen 15-18 V/m
Im
Test - Gabriels Lampe
Schweizer Konsumentenmagazin 'K-Tipp' (2007): 14 Lampen
7-40 V/m
Sparlampen
strahlen stark
Verbrauchermagazin 'Guter Rat' (2009): 12 Lampen 16-41
V/m
Strahlende
Zwischenbilanz
Bundesamt für Strahlenschutz BfS (2008): 37 Lampen
4,8-59 V/m
Informationen
zu elektromagnetischen Emissionen von Kompaktleuchtstofflampen
Stiftung Warentest 'Test' (2006 und 2008): 55 Lampen 7-67
V/m
Schweizerische Bundesämter für Gesundheit und Energie
(2004): 11 Lampen < 1 V/m
Geringe elektromagnetische Strahlung von Energiesparlampen
"Obwohl der 'Öko-Test' vergleichsweise niedrigere Feldstärken ermittelte und Stiftung Warentest die höchsten, wurde er oft kritisiert und Stiftung Warentest durchweg gelobt. Warum? 'Öko-Test' hat den Elektrosmog nicht nur gemessen sondern auch bewertet, Stiftung Warentest hat zwar gemessen, aber die Ergebnisse nicht bewertet.
Die Schweizer Bundesämter BAG und BFG fanden an allen 11 Lampen fast gar nichts, kein Wunder, haben sie doch mit nicht TCO-konformen Stabantennen falsch gemessen " (siehe oben) 3
Update: Die neue BAG/BFE-Studie 1 zu Energiesparlampen empfiehlt einen Sicherheitsabstand von 30 cm einzuhalten. (BAG ist das Schweizer Bundesamt für Gesundheit)
Stiftung Warentest: Unausgewogen 9
LED: schlechte Farben
Stiftung Warentest kritisiert die schlechte Farbwiedergabe von LED-Lampen der Firma Norma. Der Farbwiedergabeindex Ra beträgt 64 gegenüber dem Farbwiedergabeindex Ra 100 der Glühbirne
Farbwiedergabeindex
Farbwiedergabeindex Ra ist ein Mittelwert über die Genauigkeit der Farbwiedergabe einiger Farben. Gesättigtes Rot (Farbindex R9) ist z.B. wird bei der Messung des Farbwiedergabeindex nicht berücksichtigt. (mehr dazu siehe lichtqualität). Die LED-Lampe kommt hier auf einen Wert von minus 55, die Glühbirne erreicht dagegen en höchsten Wert von 100.
Falsche Angaben
Stiftung Warentest verweist darauf, daß die Angaben der Lichtfarbe (3100 Kelvin statt 2700 Kelvin) und der Lumenanzahl (205 Lumen statt 240 Lumen) auf der Packung nicht immer stimmen.
Passen nicht in alle Leuchten
Zu beachten ist außerdem, daß vor allem die Kerzenlampen von Norma deutlich größer sind als herkömmliche Kerzenlampen und somit zwar in jede Fassung, aber nicht in jede Leuchte passen.
Konsument: LED-Lampen im Test 10
Das Magazin Konsument 02/10 kommt zum Schluß, daß zwar LED-Lampen langlebiger als Energiesparlampen sind, aber noch keine vollwertige Alternative darstellen, denn LEDs sind derzeit noch zu teuer, ihre Helligkeit lässt sehr zu wünschen übrig. So braucht man als Ersatz für eine klassische 60-Watt-Birne 3 bis 10 LED-Lampen – zum Preis von je 20 bis 40 Euro.
Stiftung Warentest: Energiesparende LED-Lampen - Sie holen auf 11
Zitate aus dem Test von Stiftung Warentest 13.11.2009
Zu teuer
"Eine Lampe kostet zwischen 8,99 Euro und 85 Euro. "
dunkel
"... einige der geprüften LED-Lampen statt der angekündigten „High power“ eher ein müdes Schimmern zeigen. Ihre Helligkeit war im Test geringer als die einer 25-Watt-Glühbirne."
Probleme mit der Lebensdauer
Im Test fielen zwei Lampen eines Herstellers schon nach weniger als 1 000 Stunden aus.



