Buchtip:
Das Glühbirnenbuch
Das Glüh­birnen­buch

Thomas Pynchon, Wladminir Kaminer, Max Goldt u.v.m

 

Info & Docs:

Energiesparlampen
Dämpfe, Quecksilber und Lichtqualität
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LEDs
Blaulicht, Blendung & Lichtflimmern
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Lampenvergleich
Glüh, Halogen, Spar & LED im Vergleich
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»Die Sparsamkeit der Glühbirne liegt in der Zeit, in der sie nicht brennt.«
Ulf Erdmann Ziegler

Dimmer

 

»Ein Dimmer ist ein Gerät zum stufenlosen, verlustfreien Stellen (Verändern) der Leistungsaufnahme von Lampen (Helligkeit) oder Motoren (Drehzahl). Je nach Art der Last, ohmsch, induktiv oder kapazitiv sind Dimmer für den jeweiligen Lasttyp zu verwenden (R, L oder C). Man unterscheidet Dimmer mit Phasenanschnitt- und solche mit Phasenabschnitt-Steuerung.«1

 

Glühbirne | Sparlampe | LED

 

Nicht jedes Leuchtmittel ist dimmbar. Dimmbare Leuchtmittel und Dimmer sind mit einem liegendem Dreieck mit einem oder zwei Buchstaben darunter gekennzeichnet:2

 

Glühbirnen & Halogenlampen

»Bei Glüh- und Hochvolt-Halogenlampen (230 V) sowie bei konventionellen Transformatoren wird mit einer Phasenanschnittsteuerung gedimmt. Diese Verbraucher haben eine ohmsche oder eine induktive Lastcharakteristik. Elektronische Transformatoren in Niedervolt-Halogensystemen haben ein kapazitives Lastverhalten und müssen mit schaltungstechnisch aufwändigeren Phasenabschnittdimmern gesteuert werden. Daneben gibt es Universaldimmer, deren Elektronik die Lastcharakteristik erkennt und selbsttätig die passende Ansteuermethode einstellt.«2

Aus dem Katalog die Firma Jung, die Schalter anbietet:

"Der Universal-Serientastdimmer eignet sich für die Ansteuerung verschiedener Leuchtmittel, wie Glühlampen, Niedervolt- oder Hochvolt-Halogenlampen"

 

Kompaktleuchtstofflampen

» Leuchtstoffröhren und andere Gasentladungslampen lassen sich auf diese Weise nicht dimmen, da die Entladung bei geringer Spannung zusammenbricht und nicht wieder gezündet werden kann. [...] Die Geräte können mit einem Steuersignal gedimmt werden.«2

 

Erlöschen der Garantie bei Verwendung eines Dimmers mit einer Kompaktleuchtstofflampe

"Ein weiterer Nachteil von Energiesparlampen ist, dass sie ursprünglich nicht in Kombination mit normalen Dimmern verwendet werden können. Der Betrieb einer gewöhnlichen Kompaktleuchtstofflampe an einem Dimmer verkürzt die Lebensdauer und führt zum Erlöschen der Garantie. Nur Energiesparlampen mit speziell angepasstem elektronischem Vorschaltgerät können den Lampenstrom variieren, um so eine Helligkeitsregelung der Lampe zu erreichen." 5

 

2010 gabe es keine befriedigenden Dimmer am Markt, wie folgendes Zitat belegt:

"Das Problem beginnt mit dem Dimmen der neuen Lampen, denn aus Kundensicht ergeben sich dabei häufig negative Effekte wie Flackern, unsteter Dimmverlauf und weitere unangenehme Effekte. Außerdem werden gesetzliche Vorgaben im Bereich der Stromoberschwingungen und der Funkstörspannung häufig verletzt. Unzulässige Gerätekombinationen führen teilweise sogar zu Lampendefekten."

  

LEDOTRON

Unter dem Punkt "Dimmen der Zukunft" kündigte die Fa. Jung auf ihrer Webseite Ende 2010 an einen Dimmer für Energiesparlampen auf den Markt zu bringen, der in Zusammenarbeit mit Berker, Gira, Insta und dem Leuchtmittelhersteller Osram entwickelt worden ist.

"Die Entwicklung erster LEDITRON™ Steuergeräte und Lampen schreitet zügig voran, so dass geplant ist, erste Produkte Ende des Jahres 2010 dem Markt zur Verfügung zu stellen."

 

Erst 2012 wurde dann LEDOTRON4, ein offener Industrie-Standard zum Dimmen von LED- und Energiesparlampen, präsentiert.

Einer der angepriesenen Vorteile von LEDOTRON liest sich fast schon als Satire:

Die Vorteile von LEDOTRON sind einfach einleuchtend:

  • LEDOTRON nutzt die vorhandenen Leitungen und erfordert keine Stemm- und Verputzarbeiten.

Kommentar:Das bedeutet: Nachdem wir teure Lampen gekauft haben und erst 3 Jahre nach Beginn des Glühbirnenverbots passsende Dimmer zu den Lampen kaufen können, dürfen wir glücklich sein, weil wir unsere alten Stromleitungen weiterverwenden dürfen. Juchuh!

Aber mit LEDOTRON-Dimmern, die zum Zeitpunkt der Recherche mehr als 70.- Euro kosten, lassen sich nicht alle Lampen dimmen.

»Mit dem Steuergerät lassen sich speziell geeignete Kompaktleuchtstofflampen und monochrome LED-Lampen (Damit sind Leditron®-Lampen, die z.B. Osram herstellt, gemeint.) zuverlässig und komfortabel steuern (dimmen).«6

 

LEDs

Beim Dimmen von LEDs gibt es ähnliche Probleme wie bei Kompaktleuchtstofflampen. Seit 12/2011 wird ein dimmbarer LED-Spot (Fassung GU10) nicht mehr produziert, weil viele Leute ihn mit Standarddimmern, die mit Mindestlast arbeiten, verwendet haben. Da LEDs weniger Stromm verbrauchen, unterschreiten sie diese. Das führte zu Kompatibilitätsproblemen.

 

LED-Dimmer für nicht dimmbare LEDs

Die Lösung könnte ein LED-Dimmer für nicht dimmbare LED-Leuchtmittel darstellen, der keine Mindestlast benötigt. Der Dimmer BIOLEDEX® SWITCH7 scheint diese Voraussetzungen zu erfüllen.Zum Zeitpunkt der Recherche (Okt. 2012) war der Artikel mit läppischen 78,99 EUR ausgepreist.

 

LEDOTRON-Dimmer

Man kann auch LEDOTRON-Dimmer, verwenden. Diese funtionieren, aber nur mit speziellen Lampen.

 

Dimmen durch Pulsweitenmodulation(PWM)8

Philips hat ein Verfahren entwickelt, bei dem die LED in schneller Folge an und ausgeschaltet wird. Aufgrund der Frequenz ist das An- und Ausschalten für das menschliche Auge nicht erkennbar. Werden jetzt die Ausschalt-Phasen gegenüber den Leucht-Phasen verlängert, erscheint das Licht der LED als dunkler.

Nachteil: E-Smog

Das An- und Ausschalten führt zu einer Frequenz in der Leitung und kann dabei auch zu unerwünschten elektrischen Feldern führen.

 

4 bis 5 polige Kabel notwendig

In einem Interview mit der österr, Tageszeitung Kurier9 erklärt Manfred Peckal, Geschäftsführer von Artemide Österreich, daß man für das Dimmen von LEDs 4 - 5 polige Kabel als Steuerleitung benötigt. Laut ihm werde das in Neubauten berücksichtigt, in Altbauten müsse man aufstemmen.